Ironman 70.3 Turkey - 23.10.2018

WM IRONMAN 70.3 NIZZA 2019 is calling 😊

Ein fast annähernd( 😉) perfektes Rennen mit einer persönlichen Bestzeit auf der IM 70.3 Distanz von 04:08h war ein überragender Saisonabschluss, der mir nicht nur sportlich eine Menge Rückenwind für 2019 gibt!

Sich die Qualifikation für eine WM zu holen ist natürlich der krönende Abschluss in einem Jahr, das Jahr alles andere als geplant verlief …

Wer glaubt, der IM70.3 Turkey ist ein 2tklassiger Ironman, der wurde hier eines Besseren belehrt.

Die Konkurrenz war in der Spitze enorm gut, in meiner AK 30-34 waren sehr gute Athleten aus Osteuropa, deren Namen man nicht wirklich auf dem Schirm hatte. Gespickt mit einigen Europäern, die hier für einen Slot für die WM kämpfen …. eine brisante Mischung!

Aber von vorne …

  

Unter traumhaften Rahmenbedingungen bei Sonnenaufgang🌅 am Sandstrand 🏝️ging es für die Athleten, welche sich eine Zielzeit unter 04:30h zutrauten, im Schwimm-Massenstart gleich ordentlich zur Sache. Etwa 70-80 Athleten inkl. mir waren zuversichtlich, diesen Vorteil vor der Nachstartenden Altersklassenathleten im Rollingstart-Verfahren zu nutzen, um später einen dynamischeren Rennverlauf zu erleben. In der Praxis war das leider so, dass uns viele schnelle Altersklasseathleten überschwommen haben. Aber eine Tracht Prügel gehört wohl zu einem echten Triathlon …🙈
Der Australian-Exit erfolgte nach 32:09, was etwa 5 ½ Minuten hinter der Spitze war und auch völlig im Rahmen des erwarteten lag.

Spätesten ab jetzt, in der 2ten Disziplin, war die Strategie eine andere. Solide reicht hier nicht, gut wäre nicht gut genug, es musste mein Erfolgsfaktor für das Rennen werden.

Es war jetzt nur das Abrufen von Leistung.

Die komplett 2-spurig gesperrte Bundesstraße mit nur 160HM war ideal, um eine perfekte Mischung aus Aerodynamik und Leistung abrufen zu können. 90km auf der linken Spur, nur eine handvoll Schaltvorgänge meiner eTAP, kontrolliert die Wattanzeige im Blick und jederzeit das Gefühl, noch etwas zulegen zu können.

Ein einsames Rennen gegen sich selbst - hört sich vielleicht ein wenig unromantisch an😉, aber es war ein Genuss.🙂
Nach gerade einmal 02.06h war der Spaß über die 90km vorbei. Wie ich am Ende erfahren durfte, war dies die schnellste Radzeit aller 1.130 Athleten und zugleich noch Streckenrekord.
Der anschließende Lauf über 21.1km mit 3 Runden führte über das legendäre „Land Legends“ Gelände.

Spätestens hier wusste ich, wie schön der Fahrtwind auf dem Rad war. Die Sonne und die 24 Grad fühlten sich deutlich wärmer an, als bei uns zu Lande. Kühlen war jetzt wichtig. Mental und muskulär wurde es dann ab KM8 ungemütlich. Anzeichnen von Krämpfen und die gefühlte endlose 5KM Gerade taten jetzt richtig weh. Die mir mitgeteilten Platzierungen von Außen haben mir nicht erlaubt, etwas rauszunehmen. Ich musste irgendwie die PACE durchlaufen, was sich am Ende "Gold wert" erwiesen hat. Es hat sich gelohnt alles zu geben, am Ende wurden die Platzierungen nahezu im Sekundenryhtmus vergeben.

SWIM: 32:09 (1.9km)
BIKE: 02:06:17 (90km)
RUN: 01:24:19 (21.1km)

Finish: 04:08:56

Platz 19 Overall, Platz 6 in der AK

Unabhängig vom sportlichen Erfolg war dieser IM der bisher schönste, den ich erlebt habe.
Sehr imposant, dazu noch gut organisiert!
Der Wettkampf bestätigt mich in meiner Meinung, dass man Erfolg - bezogen auf einen einzigen Wettkampf - nur bedingt planen kann. Wer hätte gedacht, mit einem solchen Finish um den WM-Slot bangen zu müssen?!

Bevor die Planung „Road to Nizza“ geplant wird, freue mich auf die OFF-SEASON, die ab sofort eingeleitet wird 😊

Für mich ist Triahtlon keine Einzelportart. Es sind vor, während und nach einem Wettkampf so viele Menschen beteiligt, die einen sehr großen Beitrag leisten, damit man seine Leistung abrufen kann. Vielen Dank an dieser Stelle!

Daniel

 

  

  

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